Für Kenia und Tansania besteht Visumpflicht, man kann aber
mit gültigem Reisepass die Visa problemlos bei der Einreise bekommen.
Bei der Ankunft in Mombasa nahm die Prozedur ungefähr eine halbe Stunde
Zeit in Anspruch, und wir hatten 50 USD p.P. zu bezahlen.
Taveta ist ein kleiner Grenzübergang nach Tansania, wo es kaum
touristischen Verkehr gab. Hier ging es noch schneller, das Visum kostete
20 USD p.P. Es lohnt sich also nicht, die Visa umständlich in
Berlin zu beantragen.
W i c h t i g : Für die Wiedereinreise
nach Kenia ist kein multiples Visum erforderlich!
Wie für alle tropischen Gebiete ist eine Malariaprophylaxe
dringend zu empfehlen. Für Tansania ist eine Gelbfieberimpfung
Vorschrift, wir wurden allerdings an der Grenze nicht danach gefragt.
In Kenia besteht generell Gurtpflicht in Autos und wird auch eingehalten.
InTansania gibt es kaum Gurte, man kümmert sich auch nicht darum.
Als Zahlunsmittel dienen in erster Linie die Landeswährungen.
Wer seine Safari oder seinen Hotelaufenthalt bereits vorweg bezahlt hat,
zahlt Trinkgelder, Getränke und Dinge für den persönlichen
Gebrauch am besten in der jeweiligen Landeswährung. Wir haben aus
Deutschland Euro und Dollar mitgenommen und im Land umgetauscht. An den Banken
werden Euro und Dollar gleichermaßen genommen, man kann also
gleich beim Euro bleiben, um den doppelten Umtausch zu vermeiden.
Wenn man schon in Fremdwährung bezahlen will, werden in Tansania
Dollar noch gern gesehen, in Kenia hat man lieber den Euro.
Wer nicht so viel Bargeld herumschleppen möchte, kann Reiseschecks
benutzen, Kreditkarten werden kaum akzeptiert.
Besonders für Selbstfahrer wichtig:
Der Highway von Mombasa nach Nairobi ist besser geworden,
allerdings gibt es um Mombasa herum nach wie vor viele tiefe Schlaglöcher.
Die Nebenstraßen sind sowohl in Kenia als auch in Tansania
meist in schlechtem Zustand. Die Durchgangsstraße in Tansania von
Taveta über Moshi und Arusha zum Lake Manyara ist bis auf den letzten Abschnitt gut.
In den Nationalparks sind die Wege generell schwer passierbar und
können nur mit Allradantrieb bewältigt werden.
Die Hotels an der Küste und die Lodges in den Nationalparks
bieten Komfort, der dem europäischen Standard entspricht. Da die
Stromversorgung nicht immer funktioniert, muss man allerdings mit
gelegentlichen Stromausfällen rechnen. Die Küche ist vielseitig
und bringt für jeden etwas. Die Sauberkeit lässt selten zu
wünschen übrig. In den meisten Hotels kann man auch waschen
lassen.
Die Stadthotels bieten oft nicht, was sie in der Werbung
versprechen, sie sind oft schmutzig und besonders die Wasserversorgung
liegt im Argen, Wasserhähne und Toiletten funktionieren nicht.
Über Campingplätze in Kenia kann man auf unseren Campingseiten
nachschauen, neuere Informationen haben wir leider nicht.
Der Einfachheit halber haben wir nur mobil telefoniert, allerdings sollte
man die Anzahl und die Länge der Gespräche einschränken.
In Kenia kostet im D1-Netz in der Hauptzeit die Minute 3,66 Euro, in der
Nebenzeit 2,91 Euro. InTansania ist es noch teurer und nur in der
Umgebung der Lodges möglich: Hauptzeit 7,87 Euro/min., Nebenzeit
6,21 Euro.
Mit SMS kann man auch kommunizieren und zwar billiger. Man kann auch Pre-Paid-Karten
kaufen, ich weiss aber nicht, ob man damit auch nach Europa telefonieren kann.
Das Klima ist ein immer wieder diskutiertes Thema, das zu keinem
allgemeingültigen Ergebnis führt.
Offensichtlich hält es sich nicht mehr an die vom Menschen festgesetzten
Regeln, die Regen- und Trockenzeiten haben ihren eigenen Zyklus entwickelt.
Juni, Juli und August sollen trocken sein, im April und Mai wäre
Regenzeit. Dieses Jahr jedenfalls hat es im April und Mai fast gar nicht geregnet.
Als wir Mitte Juni eintrafen, gab es in Küstennähe gelegentlich
heftige Regengüsse von nur kurzer Dauer, zu wenig, um die Versorgung
der Menschen und der Landwirtschaft zu gewährleisten. In den Savannen war es völlig
trocken, und in den hohen Bergen um den Ngorogorokrater kam es wieder
zu Nebel und Regenfällen. Dauerregen wie bei uns gibt es nicht,
man könnte also im Grunde zu jeder Zeit reisen.
Die "Wintermonate" Juni, Juli, August sind von der Temperatur
her für Europäer angenehmer als die heiße Zeit von
November bis März.
Diese Informationen basieren auf eigenen Erfahrungen, und wer nach Kenia oder Tansania reisen möchte, sollte sich auf jedenfall die Seiten vom Auswärtigen Amt ansehen!